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Roman, gebunden, 135×205, 416 Seiten, ISBN 978-80-7294-315-9 |
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Kateřina Tučková wurde 1980 in Brünn geboren. Sie hat in Brünn die Matura abgelegt und anschließend an der Masaryk-Universität Kunstgeschichte und tschechische Sprache studiert. Bereits während des Studiums hat sie Ausstellungen mit Werken junger Künstler organisiert, eine Profession, der sie als Ausstellungskuratorin auch treu geblieben ist. Kateřina Tučková ist derzeit noch Doktorandin am Institut für Kunstgeschichte der Karls-Universität Prag und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der tschechischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jh. Sie ist Verfasserin zahlreicher Fachpublikationen aus dem Sachgebiet, im Jahre 2003 erfolgte ihr Debüt als Schriftstellerin – ihr Erstlingswerk Montespaniáda, erschien 2006.
Kateřina Tučková lebt in Prag und Brünn. |
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Kurz zum Inhalt ihres Romans „Die Vertreibung der Gerta Schnirch“:Die Hauptfigur des Romans, Gerta Schnirch, eine Brünner Deutsche, muss in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1945 mit ihrer nur wenige Monate alten Tochter, ihre Heimatstadt verlassen, wird mit den meisten Brünner Deutschen – hier Alten, Frauen und Kindern – nach der Befreiung aus der Stadt „vertrieben“ – in einem bewachten Treck Richtung österreichische Grenze getrieben. Ein leidvoller Marsch mit zahlreichen Toten, in die Geschichte eingegangen als Brünner Todesmarsch.
Gerta Schnirch stammt aus einer zweisprachigen Familie: die Mutter, eine nationalbewusste Tschechin, stirbt 1942, der Vater, ein fanatischer Deutscher, vergewaltigt seine eigene Tochter, die schwanger wird. Gerta überlebt mit ihrer Tochter den „Todesmarsch“, wird zur Arbeit in Südmähren zwangsverpflichtet und kehrt, nach dem sie erneut die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft erhält, in ihre ihr nun fremde Heimatstadt zurück. Sie lebte, von den Tschechen als Deutsche angesehen, am Rande der Gesellschaft, das Verhältnis zur eigenen Tochter gestaltet sich schwierig und spannungsgeladen. |
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Rechte und Lizenzen: Dana Blatná |